Mobilfunkausbau: Netzlöcher werden nur langsam gestopft

Mobilfunkausbau: Netzlöcher werden nur langsam gestopft

Deutschland wird bei der Beseitigung von Funklöchern immer lahmer – im Vergleich zu 2025 hat sich der Rückgang der Netzdefizite fast halbiert. Für 85 Prozent dieser Netzlöcher ist nun schon klar, dass sie wenigstens 1 Jahr lang nicht gestopft werden. Das belegt die Erhebung eines Vergleichsportals auf Grundlage des neuen MobilfunkMonitorings der Bundesnetzagentur.

Das Stopfen von Netzlöchern verzögert sich

13,3 Prozent der bundesrepublikanischen Fläche ist nicht genügend mit Mobilfunk versorgt. In diesen Gebieten können höchstens 2 Netzprovider eine mobile Datenverwendung über 4G oder 5G bereitstellen.

Wer anderenorts Handynutzer ist, kann lediglich das alte 2G-Netz (1990er-Jahre) benutzen. Hiermit kannst du nur SMS verschicken oder Telefonate führen; mobiles Surfen mit Stand von heute ist nicht machbar.

Vor 12 Monaten waren 14,2 Prozent der bundesrepublikanischen Fläche nicht genügend versorgt, vor 24 Monaten dann 16 Prozent.

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Handykunden in Thüringen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hesssen sind außergewöhnlich heftig von Netzlöchern betroffen.

In Hessen sind 19,7 Prozent der Landesfläche nicht ausreichend versorgt. Im Norden Deutschland zeigt sich dagegebn ein völlig anderes Bild. Die Spitzenposition belegt SchleswigHolstein mit lediglich 3,6 Prozent Netzlöcher.

Bremen, Berlin und Hamburg sind seit geraumer Zeit so gut wie flächendeckend versorgt.

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85 Prozent der Funklöcher ohne schnelle Lösung

Für 5.804 Quadratkilometer in Deutschland ist gesichert, dass die dortigen Funklöcher wenigstens noch 12 Monate weiter bestehen bleiben. Denn für diesen Teil des Bundesgebiets stellt die Bundesnetzagentur offiziell ein „Ausbaudefizit“ fest:

Dort besteht weder gegenwärtig eine mobile Breitbandversorgung noch ist sie binnen des kommenden Jahres beabsichtigt. Die betroffenen Regionen entsprechen z.B der 2-fachen Fläche des Saarlandes. Bei der Analyse im letzten Jahr hatte die Behörde noch 6.600 Quadratkilometer als defizitär bewertet.

Besonders in ländlichen Regionen werden zahlreiche Bürger noch ewig auf eine zeitgemäße Mobilfunkversorgung warten müssen„, informiert der Telekommunikationsexperte des Vergleichsportals. „Hierbei geht es selten um bestimmte abgelegene Häuser, vielmehr oft um komplette Landstriche.“

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Netzausbau am Boden kommt micht voran

Vereinzelt bleibt das mobile Internet vollständig aus: 149 Gemeinden in Deutschland haben auf wenigstens 20 Prozent ihrer Fläche gar kein Datennetz; im Ausnhmefall landet die Funklochdichte bei 98 Prozent.

Dort sind bei sämtlichen Netzprovidern, wenn überhaupt, lediglich Telefongespräche und SMS machbar. Notrufe können funktionieren, kann aber nicht zugesichert werden. Alles in allem gibt es derartige „weiße Flecken“ auf 1,9 Prozent der bundesdeutschen Fläche.

Der terrestrische Netzausbau kommt an seine Grenzen. Das musste auch die mittlerweile deaktivierte Funklochbehörde feststellen. Hauptsächlich für bergige Gebiete sind Optionen fefordert, z.B via Satellit.

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Momentan benötigt man hierfür jedoch noch bestimmte Geräte. Aber auch in Deutschland wird schon daran gearbeitet, den Mobilfunk aus dem All in Zukunft mit alltäglichen Smartphones verwendbar zu machen.

Gemäß Vorgaben der Bundesnetzagentur soll jeder Netzprovider bis 2028 wenigstens 98 Prozent der Haushalte in spärlich besiedelten Gebieten mit mobilen Bandbreiten von wenigstens 100 Mbit/s versorgen.

Mit Material www.verivox.de/30.01.2026

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