Heizungsgesetz: Effekte der Reform – wird Heizen bis 500 Euro teurer?

Heizungsgesetz: Effekt der Reform – wird Heizen bis 500 Euro teurer?

Die Bundesregierung will die Installation von Gas- und Ölheizungen auch in Zukunft zulassen. Doch das könnte die Preise in die Höhe treiben, alarmieren Skeptiker. Ebenso könnten die Vorhaben der Bundesregierung durch das EU-Recht spürbar behindert werden.

Die Regierung will die Einrichtung neuer Gas*- und Ölkessel auch zukünftig erlauben – genauer gesagt mit einer Verteilungsregel. So beabsichtigen SPD und Union, dass Gasund Ölhändler in Zukunft anwachsende Quoten umweltverträglicher Brennmaterialien hinzugeben müssen.

Gegen das Herzstück für eine Erneuerung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auf die sich die Regierung am 24.2.2026 vereinbart hatte, formiert sich jedoch schon Protest. Kenner der Branche alarmieren vor den Auswirkungen.

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Grünes Gas“ ist gegenwärtig insbesondere gereinigtes Biogas (Biomethan). „Grünes Heizöl“ kann aus pflanzlichen Rohstoffen erzeugt werden, aber beispielsweise auch unter Verwendung von grünem Wasserstoff. Derartige Beimengungen sollen den Weiterbetrieb klassischer Gas- und Ölheizungen* auf lange Sicht umweltverträglicher machen.

Gemäß den Planungen von SPD und Union soll 2029 für neu installierte Gas- und Ölkessel ein Anteil von 10 Prozent zählen. Die sich anschließenden Erhöhungen in 3 Stufen soll bis 2040 in dem überarbeiteten Gesetz festgelegt werden.

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Branchenkenner vermuten „Täuschung“

Aber bereits die Ausgangsbasis wird in beteilgten Sektoren angezweifelt. So vermeldet z.B der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), in dem die Stadtwerke fusioniert sind: Es wäre keineswegs absehbar, wie der Hochlauf grüner Brennmaterialien konsequent schneller gemacht werden könne, ohne Kostenerhöhungen für Mieter und Eigentümer zu bewirken.

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Mit Material www.handelsblatt.com/25.02.2026

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