ETF-Sparplan: Ab 89 Euro Sparbetrag pro Monat 1.000 Euro mehr Rente
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Bereits mit geringen Sparbeträgen lässt sich das Fundament für eine monetäre Unabhängigkeit im Alter errichten. Wer rechtzeitig beginnt, kann mit Sparbeträgen ab 89 Euro monatlich bis zum Rentenalter ausreichendes Kapital ansammeln, um sich dadurch eine ergänzende Rente von 1.000 Euro zu gönnen. Das belegen neue Kalkulationen eines Vergleichsportals*.
Rund 246.000 Euro sollten zum Renteneintritt angespart sein
Bürger sollten bis zur Altersruhe 246.374 Euro angespart haben, damit das Angesparte über 25 Jahre hinweg für eine zusätzliche Rente von 1.000 Euro ausreicht.
In dieser Kalkulation wird das Geld ab Rentenstart mit 2 Prozent Zinsen in kapitalsichere Anlagen wie (Fest- und Tagesgeld) investiert. Dadurch bleibt es von Kursschwankungen unberührt und steht zuverlässig über die gesamte Auszahlungsdauer zur Verfügung.
Während der Ansparphase bietet sich ein ETF–Sparplan* besonders an, um langfristig Vermögen aufzubauen. Das Vergleichsportal geht dabei von einer konstanten Jahresrendite von 7,5 Prozent aus – basierend auf der historischen Durchschnittsrendite des Weltaktienindex MSCI World, abzüglich üblicher ETF-Kosten.
Damit das Kapital im Ruhestand zuverlässig ausreicht, wurde die Auszahlungsdauer in der Modellrechnung bewusst großzügig angesetzt. Demnach reicht das Geld bis zum Alter von 92 Jahren. Zum Vergleich: Die statistische Lebenserwartung heutiger Männer zwischen 25 und 55 Jahren liegt bei 79 bis 81 Jahren, bei Frauen bei 84 bis 85 Jahren.
Früh sparen erleichtert den Vermögensaufbau erheblich
„Wer früh mit dem Sparen beginnt, gewinnt wertvolle Zeit bis zum Renteneintritt – und profitiert dadurch besonders stark von den Renditen seiner ETF-Anlagen“, erklärt der Geschäftsführer des Vergleichsportals Finanzvergleich GmbH.
„Wer bereits in jungen Jahren für die Zukunft vorsorgt, kann mithilfe von Rendite und Zinseszinseffekt relativ mühelos ein ausreichendes Vermögen aufbauen, um später materiell gut abgesichert in Rente zu gehen.“
Wie vorteilhaft ein früher Start ist, wird beim Vergleich verschiedener Altersgruppen deutlich: 55-Jährige haben nur noch 12 Jahre bis zum regulären Renteneintritt. Um beim Verkauf ihrer ETF-Anteile nach Steuern genügend Kapital für eine lebenslange Zusatzrente anzusparen, müssten sie jeden Monat 1.151 Euro einzahlen – ein Betrag, den sich die meisten nicht leisten können.
Schon 45-Jährige profitieren von einem leichteren Start: Mit einem monatlichen Sparbetrag von 426 Euro lässt sich bis zum Renteneintritt genügend Vermögen für den Auszahlplan ansparen. Wer hingegen bereits mit 35 Jahren beginnt, kommt mit nur 189 Euro pro Monat im ETF-Sparplan aus.
Bei 25-Jährigen liegt die erforderliche Sparrate sogar nur bei 89 Euro pro Monat. Insgesamt müssen sie lediglich 44.856 Euro in den ETF-Sparplan einzahlen, um bis zum Renteneintritt ausreichend Kapital für ihre Zusatzrente anzusparen – den Rest erwirtschaftet die Rendite. Zum Vergleich: 55–Jährige müssten fast viermal so viel aus eigener Tasche investieren, nämlich 165.744 Euro.
Frühzeitig Inflationsanpassungen beim Sparen berücksichtigen
1.000 Euro zusätzliche Rente sind ein solides finanzielles Polster fürs Alter. Doch über die Jahre verringert die Inflation die Kaufkraft des Geldes. Je länger es noch bis zum Renteneintritt dauert, desto geringer ist der Wert von 1.000 Euro im Vergleich zu heute.
„Im Laufe der Jahre steigen in der Regel nicht nur die Preise, sondern oft auch die eigenen Einkommen“, erklärt der Geschäftsführer. „Um den Wertverlust des Geldes durch die Inflation bereits während der Sparphase auszugleichen, sollten Anleger ihre monatlichen Sparraten nach Gehaltserhöhungen oder Tarifsteigerungen anpassen. So lassen sich Kaufkraftverluste durch steigende Preise effektiv kompensieren.“
Börsenkurse schwanken und steigen nicht konstant
Anders als in der Modellrechnung dargestellt, steigen die Kurse eines ETF-Sparplans* im echten Leben nicht gleichmäßig und kontinuierlich. Die tatsächliche Entwicklung der Börsen in den kommenden Jahrzehnten lässt sich nicht vorhersagen, und zwischendurch kann es durchaus zu deutlichen Einbrüchen kommen.
Wer jedoch langfristig investiert und seine Wertpapiere nicht gerade in Krisenzeiten verkauft, kann nach einem Kursrückgang einfach abwarten und von der Erholung profitieren.
„Auch nach starken Rücksetzern haben sich die Börsenkurse bisher stets erholt und in den Folgejahren neue Höchststände erreicht“, erklärt der Geschäftsführer. „Unsere Berechnungen zeigen, dass Anleger mit realistischen Renditeannahmen und überschaubaren Sparbeträgen schon früh den Grundstein für einen finanziell sorgenfreien Lebensabend legen können.“
Vorgehensweise
Während der Ansparphase wird das gesamte Kapital in einen thesaurierenden ETF-Sparplan* investiert, mit einer angenommenen effektiven Jahresrendite von 7,5 Prozent. Zum Rentenbeginn werden alle ETF-Anteile verkauft. Die monatlichen Sparbeträge wurden so berechnet, dass der Erlös nach Steuern für eine 25-jährige Auszahlungsphase ausreicht, wenn das Geld im Ruhestand zu einem sicheren Zinssatz von 2 Prozent weiter angelegt wird.
Mit Angaben www.verivox.de/04.03.2026













