Glasfaser-Monitor 2026 – 20 Prozent der Anschlüsse ungenutzt
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Über 50 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen daheim über einen Glasfaser-Anschluss, verwenden ihn jedoch nicht. Zumindest ist die Marschrichtung hoffnungsvoll: Noch 2024 ließen ganze 32 Prozent sämtlicher Haushalte einen verfügbaren Glasfaser-Anschluss verkümmern.
Gegewärtig haben 22 Prozent kein Interesse an der Inbetriebnahme. Knapp 50 Prozent der Kabel*- oder DSLkunden würden allerdings lieber heute als morgen zu Glasfaser wechseln. Das belegt der einmal pro Jahr erstellte Glasfaser-Monitor eines Online-Vergleichsportals.
10 Prozent geringere brachliegende Anschlüsse als 2024
In der Vergleichsportal-Erhebung sagen 24 Prozent der Deutschen aus, schon mit Glasfaser zu surfen. Dadurch erhöhte sich gegenüber Oktober 2024 die Menge der Glasfasernutzer um 4 Prozent.
Aber nicht jeder, der Glasfaser erhalten könnte, spricht sich auch dafür aus: 22 Prozent der jetzigen Kabel*- oder DSLkunden haben daheim einen Glasfaseranschluss verfügbar, verwenden ihn jedoch nicht. Immerhin wird diese Lücke kleiner – 2024 war die Menge der Unentschlossenen noch um 10 Prozent größer.
50 Prozent begeistert eine „perfekte Gelegenheit“
Auf die Frage nach ihrer Triebfeder für die Glasfaser-Anschaffung antworten 33 Prozent, dass in ihrer Straße zurzeit ausgebaut werde und sich daraus eine Chance ergibt.
Dieser Tatbestand ist für Bürger in ländlichen Gebieten noch entscheidender als für Stadtmenschen. Danach werden sofort die allgemeinen Vorzüge der Technologie gelobt – z.B. größeres Tempo und robustere Verbindungen.
Die mit 17 Prozent dritthäufigste Aussage zielt wieder auf eine perfekte Gelegenheit ab, die man habe nutzen wollen. Andere 14 Prozent sagen aus, ein ideales Angebot gefunden und aktiviert zu haben. Alles in allem haben 50 Prozent aufgrund einer „perfekten Gelegenheit“ Glasfaser ausgewählt
Je 15 Prozent haben Glasfaser gebucht, weil ihre Internetverwendung eine rasche und störungsfreie Verbindung erfordere oder weil sie mit ihrem jetzigen Anschluss nicht glücklich waren.
Sonstige Beweggründe etwa die Aufwertung der individuellen Immobilie oder die Aussicht auf einen Provider mit perfekterem Service waren für höchstens 10 Prozent der Umfrage-Teilnehmer relevant.
Ursachen für nicht eintretenden Wechsel zu Glasfaser
Alles in allem antworten 48 Prozent der Kabel*- und DSLkunden, sie würden lieber heute als morgen zu Glasfaser wechseln. 20 Prozent möchten das nicht und 32 Prozent sind noch unentschlossen.
Wer aussagt, nicht zu Glasfaser wechseln zu wollen, argumentiert das hauptsächlich aus Freude an dem vorhandenen Anschluss (76 Prozent). Knapp 25 Prozent fürchtet einen Wechsel darum, weil er einen erheblichen organisatorischen Aufwand befürchtet.
Ein lokal beabsichtigter Ausbau kann ein Wechselvorhaben beeinträchtigen: 31 Prozent der Kabel- oder DSLkunden ist willig, auf einen lokalen Glasfaser-Ausbau zu warten und würde in der Übergangszeit keinen anderen Tarif über herkömmliche Techniken abschließen.
Fast 25 Prozent würde dagegen immer einen optimaleren Tarif buchen – frei von der Anschlusstechniokogie. 41 Prozent der gegenwärtigen Kabel- und DSLkunden würden ebenfalls dann nicht zu Glasfaser wechseln, wenn an ihrer Wohnadresse ausgebaut wird.
Längere Wartezeiten in ländlichen Regionen
Wer Glasfaser gewählt hat, muss auf die Freigabe des Anschlusses häufig länger warten als von Kabel oder DSL gewohnt. Das gilt vorrangig in Dörfern oder kleineren Landgemeinden:
29 Prozent der Landbewohner warteten nach der Ausbauzusage mehr als 12 Monate bis der Anschluss einsatzbereit war – in Großstädten mussten allein 19 Prozent der Kunden so lange warten.
Einmal Glasfaser, immer Glasfaser?
52 Prozent der Umfrage-Teilnehmer können sich eine Rückkehr zu Kabel bzw. DSL* nicht vorstellen. Die Hauptursache: Die Vorzüge von Glasfaser seien im Gegensatz zu den gängigen Techniologien herausragend – das geben 39 Prozent an. 12 Prozent würden auch bei mäßig ansteigenden Kosten bleiben.
Von den interviewten Glasfaser–Anwendern werden 35 Prozent von der Deutschen Telekom* beliefert. Platz 2 belegt mit 11 Prozent Vodafone*.
Sonstige bedeutende Provider etwa EON*, O2*, 1&1* und M-net erzielen magere 1-stellige Prozentzahlen.
Mit Angaben www.verivox.de/presse/23.02.2026












