Heizausgaben: Frostwetter steigerte Heizkosten 2025 spürbar
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Für ein wohliges daheim mussten Haushalte in Deutschland 2025 zum Teil erheblich mehr ausgeben als 2024. Die Heizausgaben für Gaskunden erhöhten sich um fast 13 Prozent.
Heizen mit Öl wurde um rund 4 Prozent teurer, weil gefallene Heizölpreise den größeren Heizverbrauch partiell ausgleichen. Dieses Resultat liefert die Bewertung eines Online-Vergleichsportals angesichts der Wetterangaben des Deutschen Wetterdienstes.
Erhöhter Heizverbrauch gegenüber 2024
Nach Aussagen des Deutschen Wetterdienstes war es 2025 im Großen und Ganzen recht warm, viel Sonne und wenig Feuchtigkeit. Trotzdem bewirkten ein verhältnismäßig kühler Februar und eine Kälteperiode im November mit Schnee und Frost, dass sich der Heizverbrauch eines Modellhaushalts (1-Familienhaus) im Verhältnis zu 2024 um 8,9 Prozent erhöhte.
Gaskosten erhöhten sich um fast 13 Prozent
Haushalte mit Gasheizung mussten also 2025 steigende Ausgaben für ihr wohliges daheim hinnehmen. Ein Haushalt mit Gasheizung musste im Mittel 2.202 Euro und somit 12,7 Prozent mehr ausgeben als 2024 (+ 247 Euro).
Zusätzlich zum angestiegenen Gasbedarf erhöhten genauso billigere Gaspreise*, die im Jahresdurchschnitt ein wenig oberhalb des Niveaus im Vorjahr lagen die Ausgaben. Laut dem vom Vergleichsportal festgestellten Haushaltspreis kostete eine kWh Gas 2025 im Mittel 11,28 Cent. 2024 waren es 11,05 Cent je kWh. Demnach wurde Gas langfristig um 2,1 Prozent teurer.
Für 2025 werden jedoch billigere Gaspreise erwartet. Die Gasanbieter gewinnen momentan durch erheblich geringere Beschaffungskosten gegenüber 2024.
Die Großhandels–Preise für Erdgas an der niederländischen TTF-Börse sind im Laufe eines Jahres um fast 40 Prozent gesunken und stehen derzeit bei rund 27 Euro je MWh.
Dadurch nähert sich das Preislevel erneut dem Stand vor der Krise (10 bis 25 Euro) an: Im Krisenjahr 2022 erhöhte sich der Preis vorübergehnd auf mehr als 300 Euro pro MWh.
Kunden sollten unebedingt genau kontrollieren, ob ihr Gasanbieter die geringeren Kosten auch weiterreicht und wenn nötig, zu einem billigeren Versorger wechseln.
Ölkunden bezahlten fast 4 Prozent mehr
Ebenso musssten Haushalte mit Ölheizung in der Heizsaison 2025 mehr ausgeben. Die Heizkosten landeten im Mittel bei 1.860 Euro – eine Erhöhung von 3,8 Prozent im Verhältnis zu 2024 (+ 68 Euro).
Der ansteigende Heizverbrauch wirkte sich aufgrund gefallener Heizölpreise aber nicht so stark auf die Gesamtkosten aus. Damit kostete leichtes Heizöl 2025 im Mittel 94 Euro je Hektoliter, im Jahr 2024 waren es 99 Euro. Das ergbit eine Preissenkung von 5,1 Prozent.
Mit Angaben www.verivox.de/14.01.2026











