Iran-Konflikt: Nachfrage nach Gastarifen geht steil nach oben
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Die Spannungen im Nahen Osten haben die Nachfrage nach Gastarifen deutlich steigen lassen. Derzeit werden mehr als doppelt so viele neue Gasverträge abgeschlossen* wie noch vor einer Woche. Das zeigt die topaktuelle Analyse eines Vergleichsportals.
Deutlicher Preisanstieg im Großhandel – Neukundenpreise bislang stabil
Der Krieg im Nahen Osten hat die Großhandelspreise für Gas* spürbar steigen lassen. Für viele Haushalte hat das zunächst jedoch keine unmittelbaren Folgen. Da die meisten Verbraucher längerfristige Verträge abgeschlossen haben, wirken sich Preisschwankungen an den Börsen bei Bestandskunden meist erst zeitverzögert aus.
Gemäß Vergleichsportal ist bei den Preisen für Neukunden bislang noch kein Anstieg erkennbar. Im Gegenteil: Mit derzeit 8,4 Cent pro kWh ist Gas aktuell sogar günstiger als vor einem Jahr, als noch durchschnittlich 10,2 Cent pro kWh fällig waren.
„Die Neukundenpreise sind momentan stabil, werden jedoch sehr eng am Markt kalkuliert. Sollten die Börsenpreise dauerhaft auf hohem Niveau bleiben, ist in den kommenden Wochen auch mit steigenden Preisen für Neukunden zu rechnen“, sagt der Energieexperte des Vergleichsportals.
Gasnachfrage wächst deutlich
Aus Angst vor möglichen Preissteigerungen bemühen sich derzeit viele Verbraucher um einen günstigen Gastarif. Seit Ausbruch des Krieges registriert das Vergleichsportal täglich mehr als doppelt so viele Vertragsabschlüsse wie in der Woche zuvor – ein Anstieg von 125 Prozent.
Steigende Großhandelspreise könnten Haushalte deutlich belasten
Der Großhandelspreis macht derzeit rund die Hälfte des Gaspreises für private Haushalte aus. Sollte sich dieser Preis – wie von einigen Marktbeobachtern befürchtet – über einen längeren Zeitraum verdoppeln, könnten die Heizkosten um bis zu 50 Prozent steigen.
Ein Haushalt in einem 1-Familienhaus mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahlt aktuell im Mittel rund 1.988 Euro pro Jahr für Gas. Bei einem Preisanstieg von 50 Prozent würden zusätzliche Kosten von knapp 1.000 Euro entstehen.
Vorgegehnsweise
Der angegebene durchschnittliche Gaspreis* bezieht sich auf ein 1-Familienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden. Die Preise für neu abgeschlossene Verträge wurden auf Grundlage der beim Vergleichsportal verfügbaren Angebote ermittelt. Der kWh-Preis beinhaltet sowohl den Arbeitspreis als auch den Grundpreis und basiert auf einem deutschlandweit gewichteten Mittel der jeweils günstigsten Tarife pro Postleitzahl. Betrachtet wurden allein Neukundentarife mit einer Preiszusage von einem Jahr.
Mit Material www.verivox.de/05.03.2026









