Ruhestand: 47 Prozent Frauen befürchten Geldsorgen im Alter

Ruhestand: 47 Prozent Frauen befürchten Geldsorgen im Alter

47 Prozent der Frauen in Deutschland bewerten die Sicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand als unzureichend oder in der Tat als existenzbedrohend.

Zusätzliche 10 Prozent haben Zweifel, wie perfekt sie auf den Ruhestand vorbereitet sind. Bei den den Männern vermuten 35 Prozent, dass ihr Einkommen im Rentenalter nicht genügen wird.

Dagegen schauen 57 Prozent guten Mutes auf ihre finanzielle Absicherung im Alter. Das belegt eine topaktuelle Erhebung eines Vergleichsportals zur Feier des Equal Pay Days am 27.02.2026.

etf-sparplan-89-euro-sparbetrag-pro-monat-1000-euro-mehr-rente

Mit steigendem Alter steigt die Verunsicherung

Mit steigendem Lebensalter wächst die Angst vor finanzieller Unsicherheit im Alter. Während bei Frauen 18 bis 29 Jahre lediglich 39 Prozent erwartet, dass die finanzielle Absicherung im Ruhestand nicht für ein selbstbestimmtes Leben genügt, sind es bei den 30- bis 49-Jährigen schon 47 Prozent.

Im Bereich der Gruppe (50 bis 79-Jahre) bewerten tatsächlich 50 Prozent ihre Einkommenssicherung im Ruhestand als unzureichend.

Unter Männern erhöhen sich die Ängste vor einer mangelhaften Vorsorge für das Alter auch mit dem Lebensalter. Trotzdem sind die Ängste der Männer in sämtlichen Altersbereichen erheblich niedriger verbreitet als die von Frauen.

Rentenversicherung
Werbung*

Alleinlebende sowie Haushalte mit geringem Einkommen sind stärker gefährdet

Neben dem Geschlecht spielt auch die Lebenssituation eine zentrale Rolle. Geschiedene, verwitwete und alleinlebende Menschen blicken besonders pessimistisch auf ihre finanzielle Zukunft: 46 % von ihnen bewerten ihre Altersvorsorge als unzureichend.

Die Angst vor Altersarmut ist bei Haushalten mit weniger als 1.500 Euro Nettoeinkommen besonders groß: Fast sechs von zehn Haushalten rechnen mit finanziellen Engpässen im Rentenalter. Mit wachsendem Einkommen sinkt die Sorge erheblich.

In der Gesamtbevölkerung erwarten 61 % der Deutschen, im Rentenalter finanzielle Einschränkungen zu erleben. Frauen sind dabei stärker betroffen: 66 % rechnen mit Einschränkungen, bei Männern sind es 55 %, eine Differenz von 11 Prozentpunkten.

Weg mit Altersarmut: Das benötigen Rentenbezieher für den sorglosen Lebensabend

Der eingeschränkte finanzielle Handlungsspielraum beeinflusst die Höhe der Altersvorsorge

Strukturelle Unterschiede zeigen sich auch bei der privaten Altersvorsorge*. 67 % der Deutschen geben an, für den Ruhestand vorzusorgen.

Bei Frauen beschränken sich die meisten Vorsorgeleistungen auf kleinere monatliche Beträge: Jeweils 21 % sparen zwischen 1–50 Euro oder 51–100 Euro, während nur 9 % mehr als 200  Euro pro Monat zurücklegen.

Männer haben häufiger ausreichende finanzielle Mittel für die Altersvorsorge: 18 % investieren monatlich über 200 Euro – mehr als doppelt so viele wie bei den Frauen.

22 Prozent Frauen sparen nicht: Verdienst größte Sparbremse

Finanzielle Mittel und Erwerbsverlauf bestimmen die Vorsorgesituation

Laut den Umfragedaten resultieren die Unterschiede in der Altersvorsorge weniger aus der Sparbereitschaft, sondern vor allem aus den verfügbaren finanziellen Ressourcen.

Bei der Befragung zu den Hauptursachen unzureichender Altersvorsorge gaben 48 % der Frauen ihr niedriges Einkommen an, bei Männern waren es 37 %. Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitarbeit werden von Frauen häufiger als Hindernis betrachtet (43 % vs. 29 %).

Altersvorsorge: Rentenangst bei Frauen stärker als bei Männern

Mit Angaben www.verivox.de/26.02.2026

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert