Gigabit-Anschlüsse: 20 Prozent Schulen ohne blitzschnelles Internet
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Nicht allein bei privaten Haushalten geht der Internetausbau schleppend voran, vielmehr ebenso auch in deutschen Schulen: Gegenwärtig können 20 Prozent der Bildungseinrichtungen Deutschland keine Gigabit-Anschlüsse verwenden.
In mehr als 800 deutschen Gemeinden gibt es tatsächlich nicht eine Bildungsstätte mit Nutzung von Gigabit-Internet. Das belegt die neue Markterhebung eines vergleichsportals auf Grundlage von Angaben des Bundesbreitbandatlas*.
Höchste Land-Stadt-Schieflage in Baden-Württemberg und Sachsen
Landesweit stellen knapp 4.200 Gemeinden und Städte eine vollständige Gigabit–Nutzung an Schulen (100 Prozent) bereit. Im ländlichen Gebieten sieht es jedoch völlig anders aus.
Hier erreichen nur der Saale-Orla-Kreis in Thüringen und der Landkreis Schaumburg in Niedersachsen eine Verfügbarkeit von 100 Prozent. In 819 Gemeinden ist nicht einmal eine Schule mit Gigabit-Internet ausgestattet.
Die auffälligsten Gegensätze zwischen ländlichen und städtischen Gebieten vestehen in den Bundesländern Baden-Württemberg und Sachsen. Dort sind Bildungsstätten in Städten um 12 oder 15 Prozent öfter mit 1.000-Mbit-Anschlüssen ausgerüstet als in Regionen mit spärlicher Bevölkerung. In den sonstigen Bundesländern gleichen sich die Land-Stadt-Zahlen inzwischen an.
Gegensätze in städtischer Umgebung: In Mainz und Rostock haben lediglich 50 Prozent der Schulen Gigabit
Ebenfalls zwischen den Städten werden erhebliche Gegensätze erkennbar: Platz1 belegt Halle in Sachsen-Anhalt mit einer Gigabit-Ausstattung der Schulen von 92 Prozent, danach kommt Saarbrücken (91 Prozent) sowie Stuttgart (87 Prozent).
Die Schlusslaterne hält Rostock mit 48 Prozent. Etwas günstiger ist die Versorgungs-Quote der Schulen in Mainz (50 Prozent) und in Frankfurt sowie Leipzig (mit je 54 Prozent).
Ebenfalls in erweiterten städtischen Gebieten bestehen extreme Gegensätze, in welchem Bundesland Kinder eine Schule besuchen: Während in Schleswig–Holstein und Sachsen–Anhalt fast sämtliche Schulen in Großstädten Gigabit–Internet verwenden dürfen, liegt der Anteil Quote in Thüringen bei lediglich 50 Prozent.
Die sonstigen Bundesländer landen zwischen 60 und 90 Prozent Gigabit-Versorgung in dicht besiedelten Gebieten. Das zählt genauso für die 3 deutschen Stadtstaaten. Dabei kommt Berlin am schlechtesten weg (70 Prozent). Hamburg (78 Prozent) Bremen (83 Prozent) tummeln sich im Mittelfeld.
Digitalpakt Schule 2.0: Hardware allein ist keine ausreichende Lösung
Das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ bezahlt hauptsächlich die technologische Ausrüstung der Schulen, z.B mit Smartboards oder Laptops, hilft den Ländern jedoch ebenfalls mit Geldmitteln für IT-Administratoren.
Dem Bundesministerium für Bildung zufolge hat die Mehrheit der Schulen mittlerweile eine generelle Grundausstattung – etwa WLAN, Endgeräte, digitale Tafeln.
Vorgehen
Das Vergleichsportal hat auf Grundlage des Bundesbreitbandatlas der Bundesnetzagentur die Internetverfügbarkeit von Schulen mit 1.000 Mbit/s untersucht(Datenstand: 06.2025). Bei Gigabit-Anschlüssen wird in der Datenbasis nicht zwischen Kabel oder Glasfaser differenziert. Begutachtet wurden die Ausstattungsdaten der größten Stadt eines jeden Bundeslands und die Angaben von Gemeinden und Städten in der Gebiets-Kategorie „dicht besiedelt“ plus den Gemeinden der Gebiets-Kaumkategorie „gering besiedelt„.
Mit Material www.verivox.de/09.02.2026











