Schufa-Score: Nur 10 Prozent wissen wie er gebildet wird
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Über 56 Prozent der deutschen Bürger hat seinen persönlichen Schufa-Score noch niemals eingesehen. Binnen der vergangenen 3 Jahre haben sich lediglich 25 Prozent über die eigene Einschätzung der Kreditwürdigkeit gemacht. Zudem weiß kaum jemand, wie die Schufa deine Kreditwürdigkeit überhaupt feststelltt:
Lediglich 10 Prozent können sich vorstellen, wie der Schufa-Score letztlich gebildet wird. Das belegt eine neue Erhebung im Auftrag eines Vergleichsportals*. Ab 17. März 2026 will die Schufa jetzt mit einem aktualisierten Scoring durchschaubarer auftreten.
25 Prozent hat seinen persönlichen Score-Wert in 3 Jahren angefordert
Jeweils 44 Prozent der vom Vergleichsportal Abgefragten bewerten ihre persönliche Bonität als gut bis sehr gut bzw. wenigstens für mittelmäßig. 12 Prozent stufen die eigene Kreditwürdigkeit als schlecht bis sehr schlecht ein.
Aber ob die Schufa deine Bonität genauso einstuft, wissen lediglich nur ein paar Umfrage-Teilnehmer. Nur 285 der total 1.002 Befragten (28 Prozent) haben ihren Schufa-Score binnen der vergangenen 3 Jahre wenigstens einmal abgerufen und besitzen damit verhältnismäßig aktuelle Fakten darüber, wie die Schufa deine Kreditwürdigkeit bewertet.
Bei 160 Befragten (16 Prozent) ist die die zuletzt durchgeführte Anfrage über 3 Jahre her, 56 Prozent haben ihren Schufa-Score noch nie angefordert.
„Für die Aufnahme von Krediten und den Abschluss wichtiger Alltagsverträge spielen die bei der Schufa gespeicherten Daten eine entscheidende Rolle. Dennoch wissen die meisten Menschen nur wenig oder gar nichts darüber, wie die Schufa ihre Kreditwürdigkeit bewertet und auf welchen Informationen diese Einschätzung basiert.“, informiert der Geschäftsführer Finanzvergleich GmbH.
Für die meisten bleibt die bisherige Bonitätseinstufung völlig undurchsichtig
In der Befragung des Vergleichsportals bekamen die Umfrage-Teilnehmer 10 Aussagen zum Schufa-Score vorgelegt. Ihre Aufgabe war es, zu beurteilen, ob die Aussagen korrekt sind oder nicht.
Nur 3 Teilnehmer haben das bei sämtlichen 10 Aussagen richtig beantwortet. Nur 10 Prozent der Teilnehmenden beantworteten mindestens sieben Aussagen korrekt und hatten damit zumindest eine weitgehend richtige Vorstellung davon, wie die Schufa ihre Kreditwürdigkeit bewertet.
Im Mittel unterliefen den Umfrage-Teilnehmern 5,6 Fehleinschätzungen, sodass die Mehrheit bei mehr als der Hälfte der Aussagen daneben lag.
Die am weitesten verbreiteten Missverständnisse über den Schufa-Score
76 Prozent der Befragten waren sich nicht bewusst, dass ein laufender Immobilienkredit den Schufa-Score positiv beeinflusst.
Der Grund dafür liegt darin, dass Banken vor der Vergabe eines Immobilienkredits eine besonders gründliche Bonitätsprüfung durchführen. Daher wertet die Schufa eine aktive Baufinanzierung trotz der damit verbundenen finanziellen Belastung positiv.
Dass ein Umzug den Bonitäts-Score verschlechtern kann, war ebenfalls 74 Prozent der Befragten unbekannt. Die Schufa stützt sich dabei auf Statistiken, die zeigen, dass das Risiko von Zahlungsausfällen nach einem Umzug zunächst erhöht ist und erst im Laufe der Jahre allmählich wieder abnimmt.
71 Prozent der Befragten waren sich nicht bewusst, dass mehr als zwei Girokonten den Bonitäts-Score negativ beeinflussen können. Die Schufa erklärt dies damit, dass Girokonten in der Regel einen Überziehungsrahmen bieten. Wer mehrere Konten führt, kann den Dispositionskredit mehrfach nutzen, wodurch das statistische Risiko von Zahlungsschwierigkeiten steigt.
70 Prozent der Befragten gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein hohes regelmäßiges Einkommen den Schufa–Score verbessert. Die Schufa verfügt dabei über keinerlei Informationen zu den Einkünften der Menschen. Entgegen der Annahme von 52 Prozent der Befragten spielt auch die Höhe von Sparguthaben auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten für den Schufa-Score keine Rolle.
Im Unterschied dazu kann eine Kreditkarte mit Verfügungsrahmen den Schufa-Score positiv beeinflussen, sofern sie über mehr als ein Jahr hinweg ohne Zahlungsprobleme genutzt wird. Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) hätten dies nicht erwartet.
Eine kostenlose Abfrage der Schufa ist bisher nur über die Briefpost möglich
Verbraucher mit einem schlechten Schufa–Score haben es schwerer, Kredite* zu erhalten, und müssen dafür oft höhere Zinsen zahlen. Der Schufa-Score kann auch beim Online-Kauf auf Rechnung sowie beim Abschluss von Strom*-, Versicherungs– oder Mobilfunkverträgen eine Rolle spielen.
Auch heute besteht bereits die Möglichkeit, die eigenen Schufa-Daten kostenlos über die Website der Auskunftei anzufordern. Der Vorgang ist jedoch langsam und umständlich: Die sogenannte Schufa-Datenkopie wird per Briefpost verschickt, was je nach Postlaufzeit mehr als eine Woche dauern kann.
„Nur wenn Verbraucher sowohl ihren Score als auch die Bewertungsgrundlagen nachvollziehen können, wird das System transparent und verständlich“, ergänzt Maier. „Das stärkt das Vertrauen und ermöglicht es, informierte Entscheidungen bei Krediten, Verträgen oder Finanzplanungen zu treffen.“
Vorgehensweise
Im Namen des Vergleichsportals* hat das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Februar 2026 total 1.002 Leute (18 bis 79 Jahre) inverviewt. Die Umfrage-Teilnehmer kommen aus einem ISO-zertifizierten Online–Portal mit fast 500.000 teilnehmern.













