Eignet sich mein Haus für Wärmepumpe und Photovoltaik
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Rentiert es sich, mir Solarpaneele* aufs Hausdach zu legen? Wäre vielleicht sogar ein Gründach eine passende Option für mich? Und wie kann ich mein Haus möglichst kostengünstig und gleichzeitig umweltfreundlich beheizen? Ein neues, kostenfreies Energieportal des Kreises Schleswig-Flensburg bietet unkompliziert und leicht verständlich Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Der Kreis Schleswig-Flensburg hat ein topaktuelles Energieportal ins Rennen geschickt. Dort sind sämtliche Gebäude im Kreis Schleswig-Flensburg erfasst. Die Idee dahinter: Jeder Hausbesitzer soll unkompliziert, kostenlos, unabhängig sowie schnell und einfach sein eigenes Haus überprüfen können:
Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach? Ist eine Dachbegrünung möglich? Und welche Heizlösung ist für mich die sinnvollste? Das Portal kann eine individuelle Beratung zwar nicht ersetzen, soll jedoch Impulse liefern, welche Themen es wert sein könnten, näher betrachtet zu werden.
So funktioniert es:
1.Solardachkataster: Eignet sich mein Dach für eine Photovoltaikanlage?
Schritt 1: Zuerst wähst du deinen Wohnort aus und anschließend dein Haus. Für unser Beispiel nehmen wir das shz-Gebäude am Schleswiger Stadtweg. Das Portal zeigt:
Das Dach ist ein Flachdach mit einem Neigungswinkel von 0,57 Grad, die Sonneneinstrahlung liegt bei 82,4 Prozent, und die Verschattung beträgt 3,6 Prozent – alles in allem sehr gute Werte.
Schritt 2: Gebe einige Einzelheiten zu deinem Haus ein. Gehört das Gebäude zu einem Privathaushalt? Wie viele Leute wohnen im Haus? Wer möchte, kann auch seinen individuellen Strombedarf sowie den aktuell bezahlten Strompreis* eintragen.
Für alle, welche die exakten Werte nicht kennen, verwendet das Portal geschätzte Zahlen. Für das Beispiel-Verlagsgebäude geht das Portal von einem jährlichen Strombedarf von 9.000 kWh und einem Strompreis von 36 ct pro kWh aus.
Schritt 3: Du gibst noch einige Einzelheiten zu deiner PV-Anlage an. Soll Photovoltaikanlage dabei möglichst rentabel sein? Oder liegt dein Hauptziel darin, dauerhaft unabhängig vom Strommarkt zu werden?
Wer möchte, kann zudem festlegen, ob ein Speicher installiert werden soll und welcher Typ geeignet ist. Auch hier greift das Portal auf Standardwerte zurück, falls man sich mit den Details nicht auskennt. Für unser Beispiel rät das Portal, das Ziel der Autarkie anzustreben und einen Lithium-Ionen-Speicher mit 11 kWh Kapazität einzusetzen.
Schritt 4: Das Portal liefert anschließend das Ergebnis. Für unser Beispiel schlägt das Portal or: 32 Module auf dem Dach installieren, Kostenaufwand liegt bei knapp 25.000 Euro netto. Pro Jahr ergibt sich daraus: 5.999 kWh Solarstrom, der persönlich verwendet werden kann. 5.658 kWh Solarstrom, der ins Netz eingeleitet werden kann. Sowie 2.867 kWh Strom, der zusätzlich aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen werden muss.
Wirtschaftliche Bilanz: 2.173 Euro Gewinn jährlich. Nach 11 Jahren hat sich die Photovoltaikanlage bezahlt gemacht.. Jährlich werden 5,6 Tonnen CO2 eingespart – das entspricht der jährlichen CO₂-Bindung von etwa 560 Bäumen.
2. Gründachkataster: Ist eine Begrünung meines Daches machbar?
Schritt 1: Du wählst deinen Wohnort und anschließend dein Haus aus. Wir nutzen wieder unser Beispiel (shz-Gebäude). Bei einem Flachdach mit 250 m² Fläche und einer Sonneneinstrahlung von 82,4 Prozent, wie das Portal angibt. Es lässt sich sofort nachvollziehen: Das Dach eignet sich hervorragend für eine Begrünung.
Schritt 2: Du gibst einige weitere Einzelheiten zur Ausgestaltung der Begrünung an. Soll die Begrünung extensiv oder intensiv ausfallen? Welche Schichtdicke soll die Grünfläche haben? Auch hier nutzt das Portal bei Unsicherheit Standardwerte. Für unsere Beispiel nutzen wir: extensiv mit 10 cm Substratschicht.
Schritt 3: Das Portal liefert ein Resultat für unser Beispiel: Die Begrünung kostet 6.250 Euro und wiegt 25.000 Kilogramm. Das Gründach bindet jährlich 2.450 Gramm Feinstaub sowie 148 Kilogramm CO₂ und leistet zusätzlich eine Verdunstungskühlung von 268.664 kWh/a. Da das Gründach Regenwasser zurückhält, spart es in den nächsten 20 Jahren rund 1.450 Euro
3. Wärmelotse: Welche Heizlösung ist für mein Haus am sinnvollsten?
Schritt 1: Du wählst deinen Wohnort und anschließend dein Haus aus.
Schritt 2: Du gibst einige zusätzliche Einzelheiten zu deinem Haus ein. Wann wurde das Gebäude errichtet? Wie viele Leute bewohnen es? Wie groß ist die beheizte Fläche des Hauses? Und welche Heizungsart ist derzeit installiert? Auch hier greift das Portal im Zweifel auf Schätzwerte zurück. Für unser Beispielgebäude geht es von etwa 950 m2 aus.
Schritt 3: Das Portal liefert sein Resultat. Bei einer Gasheizung rechnet das Portal mit 16.000 Euro Heizkosten im Jahr, bei einem Bedarf von 141.000 kWh. CO2-Ausstoß im Jahr: 29.500 Kilo.
Als Alternativen bietet sich eine Erdwärmesonde an (Heizkosten: 6.238 Euro/Jahr, CO₂-Ausstoß: 2.287 kg/Jahr) oder eine Luftwärmepumpe* (Heizkosten: 8.405 Euro/Jahr, CO₂-Ausstoß: 3.082 kg/Jahr).
Hier findest du nun das neue Energieportal des Kreises
Mit Material www.shz.de/22.03.2026











