Glasfaser: Konsens zur Teamarbeit - Uneinigkeit bei Verwirklichung

Menge der Glasfaser-Koproduktionen mittlerweile 3-stellig

Der Glasfaser-Ausbau in Deutschland wird gelenkt durch eine Handvoll bedeutender und zahlreicher kleinerer Anbieter. Einige installieren selber, wieder andere schließen sich vorhandener Netze an – häufig kommt auch Beides vor.

Erwiesen ist jedoch: Die Kapitalanlagen rentieren sich lediglich bei voll beschäftigten Netzen. Aber über funktionale, kooperative Möglichkeiten, dorthin zu gelangen, bestehen unterschiedliche Meinungen. Ein Vergleichsportal erklärt die verschiedenen OpenAccessWege und gibt einen Einblick zum Niveau der Zusammenarbeit auf dem landesweiten Glasfasersektor.

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Menge der Glasfaser-Koproduktionen mittlerweile 3-stellig

Sämtliche marktgängigen Glasfaser-Anbieter stellen Teamwork bereit und setzen ebenfalls auch diese selber ein – zahlreiche nebeinander bestehende Netze wären koststpielig und unwirtschaftlich.

Auf längere Sicht angelegte Kooperationen mit verschiedenen Providern verkünden nach Informationen des Onlie-Vergleichsportals etwa die landesweit erreichbaren Provider Vodafone*, 1&1*, Deutsche Glasfaser* sowie Deutsche Telekom*.

Ebenso örtliche Netzbetreiber wie EWE, Wilhelm.Tel, M-net und NetCologne haben verschiedene Koproduktionen vereinbart – z.B zur gemeinschaftlichen Netzverwendung, jedoch ebenfalls überschaubarer wie zur Ver- oder Anmietung von Leerrohren.

Teamwork gibt es z.B. unter der Telekom und EWE (Glasfaser Nordwest), NetCologne mit Westconnect bzw. O2* sowie UGG (Unsere Grüne Glasfaser). Es existieren viele andere; manche von ihnen sind Alleinstellungsvereinbarungen, erlauben demnach weitereren Providern keinen freien Zutritt (Open Access).

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1&1 und Vodafone praktizieren eine intensive Zusammenarbeit mit OXG (Open Access Glasfaser). Deren Unternehmenskonzept stützt sich auf die Einrichtung eines freien, sämtlichen Providern verfügbaren Glasfasernetzes – OXG installiert, verkauft jedoch keine Tarife für Endanwender.

Ein zusätzliches Element bilden Handelsplätze wie Vitroconnect, die als Vermittler tätig sind, bewirtschaften selber jedoch keine einegenen Netze.

Bitstrom beherrscht Netznutzungsmodelle

Fast 90 Prozent der Netznutzungsmodelle stützen sich auf auf einen BitstromZugang. Vergleichbar mit DSL-Resale-Modellen präsentiert hierbei ein Glasfaser-Netzbetreiber weiteren Providern einen Netzzugang auf Grundlage einer vereinheitlichten Vorleistung.

Mit anderen Worten: Ein Provider nutzt einen Datenstrom des Netzbetreibers. Gegenwärtig zählen deratige BitstromZugänge als anerkannter Markt-Standard.

Nutzen: Hierdurch können zahlreiche Provider ihren Endanwendern eigenständige Produkte anbieten, ohne eigenhändig zu installieren. Defizit: Das Glasfaser-Endprodukt ist nicht wahlfrei einzurichten.

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Zusätzliche Ausicht und bessere Wertschöpfung durch unbeleuchtete Glasfaser

Anstelle vereinheitlichte Datenströme zu nutzen, stützt sich die Telekom auf die schon installierte, jedoch noch unbeleuchtete Glasfaser („Dark Fiber„). Das heißt, sie kann die Glasfaser eigenständig „beleuchten“ und selbstbestimmt verwenden, ist dadurch jedoch ebenfalls für die Infrastruktur verantwortlich und muss diese bewirtschaften.

Die Telekom-Partner bestreiten demnach die Erweiterung des Netzes, sie mietet später die Infrastruktur an und ist für den Netzbetrieb zuständig. Ebenfalls Alternativ-Provider setzen derartige Zusammenarbeiten ein, aber ergänzend zu den Bitstrom-Modellen.

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Wie ausgeprägt sind in Deutschland Open-Access-Lösungen?

Zur gegenwärtigen Lage der Ausweitung von Open-Access-Wegen macht der Geschäftsführer des Bundesverbandes Glasfaseranschluss (Wolfgang Heer) diese Aussagen:

„In Deutschland haben wir aktuell knapp 15 Prozent sämtlicher Haushalte aktiv als Käufer am Glasfasernetz, deren Glasfaser-Anschlüsse folglich nicht nur freigegeben sind, vielmehr ebenfalls wirklich verwendet. Von diesen Haushalten dürfte nach einer Prognose unseres Verbands eine beachtliche Quote über Open-Access-Wege verbunden sein.

Vorgehen
Für die Untersuchung hat das Vergleichsportal im Herbst 2025 bei den Providern EWE, Deutsche Telekom, Deutsche Glasfaser, 1&1, Deutsche Giganetz, O2, Vodafone, M-net, NetCologne und OXG sowie zusätzlich beim Bundesverband Glasfaseranschluss den derzeitigen Zustand der Glasfaser-Zusammenarbeiten abgefragt. Stichtag der Angaben Daten: 09.10.2025.

Mit Angaben www.verivox.de/07.01.2026

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