Funkschatten: 80 Prozent der Deutschen erleben Netzstörungen
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Wenn Deutsche auswärts telefonieren oder surfen, ärgern sie sich häufig über Funkschatten. Gegenüber 2024 ist die Gesamtmenge der Funkschatten-Ereignisse angestiegen.
Ständige Netzabbrüche bzw. Netzausfälle werden aber weniger häufig bemängelt. Das belegt eine repräsentative Untersuchung im Namen des Internet-Vergleichsportals Verivox*.
Familien mit Kindern und junge Leute stark betroffen
Unter jungen Leuten (18 – 29 Jahre) ärgern sich 94 Prozent über Funkschatten. Über sämtliche familiären Zustände und Altersklassen hinweg sagen 79 Prozent der Teilnehmer aus, unterwegs Netzabbrüche bzw. Netzausfälle zu erleiden.
In der Altersklasse (30 – 49 Jahre) ärgern sich 24 Prozent über ständige Schwachstellen im Netz, in der Altersklasse ab 50 Jahre sind es 10 Prozent.
Lediglich 19 Prozent der geben zur Antwort, auswärts bei Telefonaten oder beim Surfing keine Funkschatten-Vorkommnisse zu erleben.
Auch gibt es typische Unterscheidungen abhängig von den Lebensumständen: 90 Prozent der Leute, die in einem Haushalt mit Kindern wohnen, beklagen Funkschatten. Ein bedeutender Bestimmungsfaktor dafür ist die Mobilität.
81 Prozent der Leute, die ständig zu einem Ausbildungs-, Betreuungs- oder Arbeitsplatz hin- und herfahren, ärgern sich über Störungen im Netz – bei den anderen sind es lediglich 65 Prozent. Je mehr Haushalsmitglieder, desto öfter wird im Mittel hin- und herfahren. Wer häufiger auswärts ist, hat auch mehrfach Funkschatten zu ertragen.
Gegenüber 2024: Funkschatten-Erlebnisse sind kaum weniger geworden
Das Vergleichsportal hatte die Deutschen bereits im Frühjahr 2024 nach den mobilen Anwender-Erfahrungen abgefragt. Seinerzeit sagten 74 Prozent aus, bei der Netzverwendung auswärts Abbrüche bzw. Ausfälle zu erleben – demnach 5 Prozent weniger als im Mai 2025.
Aktuell sagen 34 Prozent jener mit Netzschwierigkeiten aus, ab und zu im Funkschatten zu landen, lediglich 29 Prozent waren es 2024. Allein die Anzahl derjenigen, die ständig im Funkschatten sitzen, hat sich binnen 12 Monate von 18 auf 17 Prozent verringert.
„Die Beseitigung der letzten Funkschatten ist für Netzbetreiber ein Kraftakt„, erklärt Verivox-Fachmann Jörg Schamberg. „Jedenfalls ist es bedrohlich, dass vereinzelte Funkschatten-Ereignisse geradezu mehr geworden sind, obgleich die Anzahl der Hin- und Herfahrer bei den Teilnehmern mäßig zurückgegengen ist.“
Ein Großteil der Leute ist im städtischen Bereich unterwegs
44 Prozent der Teilnehmer sagen aus, größtenteils in der Stadt zu pendeln, darunter extra viele Jüngere. 22 Prozent sind lieber im ländlichen Bereich auf Achse. 33 Prozent bewegen sich in dicht und ebenso in dünn besiedelten Gebieten.
Weitere Informationen:
Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur
(Mit Angaben www.verivox.de/19.07.2025)
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