Geldvernichtung: Unnütze Leistung macht KFZ-Versicherung teurer
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Wer bei seiner Auto-Versicherung verzichtbare Leistungen in Anspruch nehmen möchte, muß hierfür tiefer in die Tasche greifen. Ein Rabattretter, der die Schadenfreiheitsklasse nach einem selbst verschuldeten Unglücksfall beinhaltet, macht den Vertrag 22 Prozent teurer. Tarife mit unmittelbarer Schadensabwicklung ohne Überprüfung der Haftungspflicht kosten dagegen das Zweifache als Angebote ohne derartige Leistungen.
Auch scheinbar zweckmäßige Dreingaben etwa der Schutz vor Beschädigungen am persönlichen Eigentum treiben die Kosten in die Höhe. Das belegen Musterkalkulationen eines Online-Vergleichsportals.
Rabattretter: Kostspieliges Extra mit überschaubarem Mehrwert
Folgenloses Unfallgeschehen: Mit dem Rabattretter vergüten Autoversicherer die Unfallschäden, setzen jedoch die Schadenfreiheitsklassen nicht runter. Das kommt den Kfz-Besitzern dann teuer zu stehen.
Bis zu 30 Prozent Zuschlag fordern Autoversicherer von einem Golf-Fahrer aus Berlin (45 Jahre) für diese Zusatzkomponente zur Auto-Haftpflichtversicherung.
Im Mittel wird das für den Autofahrer um 307 Euro (18 Prozent teurer). Das wird noch teurer, wenn Kfz-Besitzer die Zusatzleistung ebenfalls für die Vollkaskoversicherung reservieren, um ebenso Beschädigungen am eigenen Kfz beheben zu lassen und die SF–Klasse beizubehalten. Die Prämie erhöht sich hiermit um im Mittel 377 Euro (also 22 Prozent).
Zweifacher Preis für Schadensabwicklung ohne lästige Fragen
Bei der „Direktregulierung“ trägt der Autoversicherer nach einem Unfallgeschehen unmittelbar sämtliche Kosten, ohne Kontrolle, ob der Kfz-Fahrer Schäden eigentlich zum Teil oder komplett selber begleichen müsste.
Hört sich zunächst bequem an, erhöht die Prämie jedoch extrem: Verträge mit so einer Leistung sind um 109 Prozent teurer als die billigsten Tarife ohne diesen Zusatz. Dafür muss der Golf-Fahrer dann jährlich 939 Euro zusätzlich berappen.
Mehr für eigene Schäden und automatisch angepasste Tarife
Kosten für Beschädigungen am persönlichen Eigentum müssen Autoversicherte oft selber tragen. Willst du die „Eigenschadendeckung“ dagegen in deinen Tarif mit einbinden, musst du mehr bezahlen. Um 191 Euro oder 22 Prozent teurer sind Tarife mit dieser Zusatz-Leistung im Mittel für unseren Golf-Fahrer.
Außerdem kann es vorkommen, dass diese Absicherung nicht gültig wird, wenn Besitz auf dem persönlichen Anwesen lädiert wird. Manche KFZ–Versicherer treten lediglich bei von außen verursachten Beschädigungen ein.
Wer über lange Zeit im selben Tarif stecken bleibt, läuft Gefahr, für ältere Leistungen zu viel Geld ausgeben zu müssen. Versicherer stellen jedoch ebenfals Tarife bereit, die bei veränderten allgenmeinen Bedingungen selbsttätig angeglichen werden. Klingt verlockend, hat aber seinen Preis: Im Mittel kostet das 281 Euro mehr.
Die identische Auswirkung erreichen Versicherungsnehmer mit einem regelmäßigen Austausch der Auto-Versicherung* – und können hierbei noch eine Menge Geld einsparen.
Nach 2 Jahren mit flächendeckenden Prämienerhöhungen setzen Autoversicherer billige Prämien abermals zur Anwerbung von neuen Kunden ein, informiert das Vergleichsportal*. Billige Tarife sind für den Golf-Fahrer um 49 Prozent günstiger als Angebote aus dem gängigen Preisbereich.
Mit Material www.verivox.de/15.01.2026










