Gaspreise in Europa unter 30 Euro: Was heißt das für uns
Am 24.11 2025 hat der Gaspreis in Europa eine gewichtige Reduzierung erfahren und ist zum ersten Mal nach 1,5 Jahren unter die Schwelle von 30 Euro je MWh gesunken. Der maßgebende Terminkontrakt TTF für europisches Erdgas sank zum Handelsstart auf 29,85 Euro je MWh.
Diese Weiterentwicklung ist anhand zahlreicher Größen begründet, hauptsächlich auf Erfolge bei den Verhandlung mit dem Ziel, einen Friedensvertrag zwischen der Ukraine und den USA zu erreichen.
Russland war noch vor Ausbruch des Kriegs der wichtigste Gaslieferant für zahlreiche EU-Länder. Die Chance auf Einstellung der Auseinandersetzungen hat das Marktgeschehen optimistisch gestimmt.
Ergänzend zu den politischen Prozessen haben ebenso Wettervorhersagen ihren Beitrag zur Preisreduzierung geleistet. Die Prognosen weisen auf eine Temperatur–Erwärmung in Mitteleuropa hin, was den Bedarf nach Erdgas reduzieren dürfte, als in den vergangenen Tagen ein kalte Wetterperiode den Bedarf gesteigert hatte.
In den vergangenen Tagen hat sich der Abbau von Erdgas aus den Gasspeichern erhöht, was die Befüllungsstände der Gasspeicher in Deutschland reflektiert. Am 22. November waren sie zu 71,15 Prozent aufgefüllt, eine Reduzierung gegenüber 75 Prozent zum Monatsanfang. Europaweit landet der Befüllstand bei 79,10 Prozent.
Ungeachtet der fallenden Gaspreise* und der sinkenden Befüllstände der Gasspeicher legt das Marktgeschehen eine angemessene Entspanntheit an den Tag. Ein Mitarbeiter der Bundesnetzagentur bekräftigte, dass sich die Versorgungssituation in Deutschland in den vergangenen Jahren verfeinert habe, vorrangig durch weitere LNG-Terminals, die darüber hinaus Einfuhrgelegenheiten möglich machen.
(Mit Material www.wallstreet-online.de/27.11.2025)










