Strompreise wieder auf Vorkrisenlevel - Heizen noch teuer

Strompreise wieder auf Vorkrisenlevel – Heizen noch teuer

Für deutsche Haushalte ist auch nach 4 Jahren Krieg in der Ukraine die Energiekrise noch lange nicht bezwungen. Gewiss haben sich die Strompreise mittlerweile überwiegend beruhigt.

Aber Heizen ist weiterhin erheblich teurer. Selbst an den Tanksäulen berappen Kunden nach wie vor zu viel Geld. Überhaupt müssen Haushalte für Energie immer noch rund 21 Prozent mehr ausgeben als im Jahr vor Kriegsbeginn. Zu diesem Resultat gelangt die neue Untersuchung eines Vergleichsportals*.

Strompreise im Februar bis April 2026 um 15 Prozent billiger

Zusatzausgaben von 856 Euro jährlich

Die Kosten für Sprit, Heizung* und Strom stehen für einen Modellhaushalt im Februar 2026 bei 4.977 Euro pro Jahr. Indessen kostete die identische Energiemenge 2021 noch 4.121 Euro.

Somit sind die Energieausgaben immer noch 21 Prozent teurer als vor Krisenstart. Dadurch entstehen den Haushalten zusätzliche Ausgaben von 856 Euro im Jahr.

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Heizausgaben im Mittel 43 Prozent teurer

Auffällig kräftig erhöhten sich die Ausgaben fürs Heizen. Heizöl kostet um fast 29 Prozent mehr als vor der Energiekrise. Für 20 Hektoliter müssen Haushalte gegenwärtig 1.849 Euro pro Jahr ausgeben, lediglich 1.428 Euro waren es noch 2021. Ebenso wurde Heizen mit Gas erheblich teurer.

Für einen jährlichen Gasbedarf von 20.000 kWh erhöhten sich die Ausgaben von 1.329 Euro auf 1.988 Euro (+ fast 50 Prozent). Neben den Einkaufskosten steigern hauptsächlich erhöhte Gasnetzgebühren sowie teurere CO2-Preise für fossile Energiequellen die Preise.

Weil mehr Haushalte mit Gas als mit Öl heizen, erhöhten sich die mittleren Heizausgaben total um 43 Prozent.

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Strompreis lediglich wenig höher – Kraftstoff 17 Prozent teurer

Ebenfalls an der Tankstelle ist die zusätzliche Belastung erkennbar. Gegenüber 2021 wurde Benzin um fast 15 Prozent teurer, Diesel erhöhte sich um knapp 24 Prozent. Im Mittel entrichten Autobesitzer derzeit fast 17 Prozent mehr für Sprit.

Erheblich mäßig stellte sich die Erhöhung bei den Stromausgaben dar. Für einen Haushalt mit einem jährlichen Strombedarf von 4.000 kWh erhöhte sich die jährliche Abrechnung ab 2021 von 1.229 auf 1.244 Euro (+ 1,2 Prozent).

Dadurch landen die Preise erneut auf Vorkrisenlevel. Für außergewöhnlich wirtschaftlich denkende Verbraucher sieht das Ganze erfolgreicher aus: Wer ehemals und gegenwärtig aus dem billigsten Tarif bedient wird, entrichtet fast rund 13 Prozent weniger als vor Krisenbeginn.

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Vorgehen

Der Energiekostenindex des Vergleichsportals belegt die mittlere Forentwicklung der Energiepreise für einen deutschen Haushalt. Es werden die Ausgaben für Mobilität, Heizung und Elektrizität mengengewichtet betrachtet. Januar 2015 ist dabei der Bezugsmonat des Energiekostenindex. Die Basis ist ein Modellhaushalt (3-Personen) mit einem Wärmeverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr und einem Strombedarf von 4.000 kWh sowie einer Fahrleistung von 13.300 km im Jahr. Die Heizölpreise kommen von esyoil und dem Statistischen Bundesamt, die Spritpreise von clevertanken.de und vom ADAC (Datenbestand 17.2.2026).

Mit Angaben www.verivox.de/23.02.2026

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