Steuerung per App: Billigen Strom verwenden und kräftig sparen
Um Stromkunden zu entlasten, braucht es intelligente Stromnetze, dynamische Stromtarife sowie intelligente Messsysteme.
Dadurch kann das Angebot und der Strombedarf bestmöglich aufeinander abgestimmt werden. Aber der Aufschwung kommt und kommt nicht. Der Stromversorger* Ostrom hat dazu eigene Lösungskonzepte entwickelt.
Der Stromversorger Ostrom* (Berlin) stellt dynamische Stromtarife bereit, bei denen sich zu jeder Stunde der Preis für Strom nach Badarf und Angebot ausrichtet. „Wer Strom verbraucht, wenn er billig ist, kann erheblich einsparen„, erklärt Ostrom*-Mitbegründer Matthias Martensen.
Vorrangig Haushalte mit Wallbox*, Wärmepumpe* und Photovoltaikanlage* können daraus Nutzen ziehen. Ersparnisse von bis zu 35 Prozent wären machbar.
Ab Anfang 2025 sind Stromanbieter dazu verdonnert, ihrer Kundschaft einen dynamischen Stromtarif bereitzustellen. Aber die Verteilung intelligenter Messsysteme geht nur schleppend voran, obgleich gemäß Gesetz bis Ende 2025 dann 20 Prozent der Pflichteinbauten abgeschlossen sein sollen.
Zu Pflichteinbauten gehören Haushalte mit einem Bedarf von über 6.000 KWh jährlich. Haushalte mit einem regelbaren Verbrauchsgerät (Speicher, Wallbox* oder Wärmepumpe) und Haushalte mit einer Photovoltaikanlage*, die eine Höchstleistung von wenigstens 7 KW hat.
Gemäß Bundesnetzagentur waren bis Ende März 2025 bislang nur 15 Prozent der Pflichteinbauten mit intelligenten Messsystemen abgeschlossen.
Einsparmöglichkeiten höher als bei Stromsteuer
Ebenso dynamische Netzentgelte, die ab April verbindlich sind, gibt es bisher selten. „Kein Netzbetreiber stellt das momentan dar„, betont Martensen. Daneben wären die Möglichkeiten zur Einsparung hierbei bereits höher als bei der Stromsteuer.
Sie wurde zwar durch die Pokitik großmundig avisiert, jedoch lediglich für Firmen reduziert. Für Privathaushalte erkennt Martensen die eigentliche Lösung bei der Netzsteuerung.
Entgegen geregelter Zielsetzungen im Koalitionsvertrag, z.B. Anpassungsfähigkeit und zusätzliche Smart Meter, mangelt es an der Realisierung.
Dabei wären schon lange einsatzbereite Lösungen verfügbar. z.B. verknüpft Ostrom seine Web-App mit Wärmepumpen, Elektroautos und Wallboxen*.
Somit reguliert sich der Strombedarf automatisiert und kundenorientiert „Der Kunde kann nachts bequem durchschlafen – Ostrom erledigt alles ferngesteuert.“
(Mit Angaben www.n-tv.de/16.07.2025)
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